Nibelungen-Kurier, 28. Februar 2010

Handwerkspräsident fordert «gerechte Teilhabe an Bildungschancen»

Berlin (ddp). Handwerkspräsident Otto Kentzler sieht Handlungsbedarf in der Bildungspolitik. Kentzler sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur ddp, derzeit verließen «zu viele junge Menschen die Schulen ohne Abschluss und ohne ausreichende Kenntnisse in Rechnen, Schreiben und Lesen». Angesichts des Bedarfs an gut ausgebildeten Fachkräften könne es sich «Deutschland gar nicht mehr leisten, dass bei der schulischen Bildung so viele Kinder das Mindestziel nicht erreichen».

Kentzler forderte zugleich eine «gerechte Teilhabe an Bildungschancen». So seien Ganztagsschulen, Schulessen und Hausaufgabenhilfen «die richtigen Lösungen gerade für Kinder aus sozial schwächeren Familien oder aus Familien mit Migrationshintergrund». Notwendig sei auch eine Verbesserung der vorschulischen Erziehung, «um für viele Kinder erst die Chance auf einen erfolgreichen Einstieg in die Schule zu schaffen».

Der Handwerkspräsident betonte, man brauche in Deutschland nicht mehr «Verteilungsgerechtigkeit». Vielmehr gehe es um «mehr Leistungsgerechtigkeit und mehr Chancengerechtigkeit».